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Feuerhemmende Treppen

Üblicherweise werden an Wohnungstreppen keine be- sonderen brandschutztechnischen Anforderungen ge- stellt (bei Wohngebäuden mit geringer Höhe bzw. mit nicht mehr als zwei Wohnungen).

Die erhöhte Anforderung F30 besteht möglicherweise, wenn spezielle Nutzungen in Gebäuden vorkommen: 

-  z. B.: gewerblich genutzte Bereiche

-  z. B.: Praxis oder Ladengeschäfte

-  z. B.: Kindergarten oder ähnlich

-  z. B.: Penthouse-Wohnungen, wenn kein zweiter

            Fluchtweg vorhanden ist

Auch wenn „normale“ Holztreppen, z. B. im Vergleich zu leichten Stahlkonstruktionen, eine durchaus gute Feuer-Widerstandsdauer haben, sind sie für die Anforderung von F 30 meist nicht von vornherein geeignet. Dies kann durch folgende Methoden erreicht werden:

1. die Konstruktion herkömmlicher Treppen mit einer brandschutztechnischen, verstärkten Bemessung der Einzelbauteile und in geeigneter Konstruktion nach den Regeln der Technik.

2. oder der Einsatz einer brandschutztechnisch ent- wickelten und durch eine öffentliche Materialprüf- anstalt getesteten Konstruktion (Umfangreiche Hinweise über brandschutztechnisch geeignete Konstruktionen von Holzbauteilen und Treppen gibt das „Holz-Brandschutz-Handbuch“ von Kordina/Meyer-Ottens).

Durch spezielle Beschlags- und Konstruktionstechniken, die in unserer zentralen Forschungsabteilung entwickelt wurden, haben wir die Buchertreppe® in eine gemäß Bauordnung brandhemmende und ge- prüfte Ausführung gebracht.

 

Die bei der MPA Braunschweig durchgeführten Brandversuche be- stätigen uns diese Konstruktion mit der Klassifizierung „Nicht raumab-schließende Holztreppen-Konstruktion der Feuerwiderstandsklasse F 30 gemäß DIN 4102/2 bei mehrseitiger Brandbeanspruchung".

Die Konstruktion wurde absichtlich in Buchenholz ge- prüft, die von allen Harthölzern die rascheste Abbrand-Geschwindigkeit hat, mit 0,80 mm/min. Dennoch hielt unsere Konstruktion in der MPA-Prüfung unter Vollbe- lastung 44 Min. dem Feuer stand, also deutlich mehr als die Mindestforderung von 30 Min. Andere Harthölzer, beispielsweise Eiche, haben eine Abbrandgeschwindig- keit von 0,56 mm/min und man würde damit eine noch längere Standzeit der Konstruktion erreichen.